Als Tourist in die USA – Wie funktioniert das ESTA-Verfahren?

Das ESTA-Verfahren ist die Hürde für jeden angehenden US-Touristen. Wir haben ein paar Tipps für das Prozedere.

ESTA steht für Electronic System for Travel Authorization und ist die Hürde, die jeder Tourist nehmen muss, bevor er in die USA einreisen darf. Das bürokratische Schreckgespenst ist im Online-Zeitalter aber eigentlich relativ easy. Wir geben euch ein paar Tipps zum Prozedere.

WICHTIG: Man sollte sich früh genug um den ESTA-Antrag kümmern. Reisende müssen MINDESTENS 72 Stunden vor dem Abflug in die Vereinigten Staaten einen entsprechenden Antrag gestellt haben. Wer es später versucht, dem wird voraussichtlich schon am Abflug-Airport das Boarding verweigert.

Grundsätzlich sollte man das ESTA-Verfahren also durchaus Ernst nehmen und nicht zu lange damit warten. Voraussetzung für den Antrag ist ein gültiger Reisepass und die Staatsangehörigkeit eines der am Visa Waiver-Programm teilnehmenden Länder.

Wenn das passt, könnt ihr loslegen:

>>> ESTA-Antrag <<<

Mit einem Klick auf den Link gelangt ihr gleich auf die offizielle Seite der U.S. Customs and Border Protection. Oben rechts könnt ihr die Seite auch problemlos auf Deutsch umstellen.

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„Welcome to Los Angeles“ heißt es nur, wenn man vorher mit einem genehmigten ESTA-Antrag eingereist ist!

Was ist ESTA?

Die Beantragung ist verbindlich für alle USA-Reisende OHNE Visum, die aus den sogenannten Visa Waiver Programm-Ländern stammen. Darunter zählen die meisten europäischen Länder wie Deutschland. Mit einem genehmigten ESTA-Antrag darf man für eine Dauer von zwei Jahren ohne erneuten Antrag in die USA einreisen und pro Aufenthalt bis zu 90 Tage im Land bleiben. Achtung, wer länger bleibt, hält sich illegal im Land auf und riskiert große Probleme.

Alle Flug- und Schiffpassagiere müssen den Antrag 72 Stunden vor Abreise gestellt haben. Wer auf dem Landweg über Mexiko oder Kanada einreist, kann theoretisch auch visafrei einreisen. Auch in diesem Fall wird aber empfohlen, es mit einem genehmigten ESTA-Antrag zu tun.

Der Antrag

Los geht’s mit einem Klick auf „Neuer Antrag“, was euch vor die Wahl stellt, einen individuellen Antrag oder eine Gruppe von Anträgen abzuschicken. Simpel gesagt: Wer alleine reist, nimmt die individuelle Lösung, als Paar, Familie, Clique etc. könnt ihr direkt die Gruppen-Lösung machen. Bei letzterer läuft die Bezahlung aller Anträge (14 Dollar/Antrag) komplett über eine Kreditkarte, dafür habt ihr aber auch sofort die Übersicht über alle Reisenden eurer Gruppe und den Status ihrer ESTA-Anträge. Böse Überraschungen am Flughafen lassen sich so vermeiden, da man schon Tag im Voraus checken kann, ob bei allen Mitreisenden alles passt.

Hat man eine Gruppe angemeldet, kann man von ihr ausgehend die einzelnen Anträge ausfüllen, bevor man am Ende für das Gesamtpaket bezahlt.

Der Antrag selbst besteht aus Fragen zu eurem Reisepass (unbedingt euren Namen GENAU wie im Reisepass angeben), einigen Reiseinformationen, und einigen Sicherheitsfragen. Dabei wollen die US-Behörden durchaus Details wissen, z.B. die Namen eurer Eltern etc. Diese Angaben muss jeder Reisende machen, egal wie alt er ist. Alles, was ausgefüllt werden muss, ist mit einem roten Sternchen gekennzeichnet.

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Bei der Frage nach der Nationalen Identitätsnummer könnt ihr als Deutsche „UNKNOWN“ eintragen, da es eine solche Nummer in Deutschland schlicht nicht gibt. Generell darf „UNKNOWN“ zum Beispiel auch bei der Frage nach den Eltern angegeben werden, wenn die oder einer der Namen nicht bekannt ist.

Auch beim Punkt GE-Mitgliedschaft (Global Entry Programm) braucht man sich keine Gedanken zu machen. Hier kreuzt man einfach „Nein“ an, es sei denn ihr seid wirklich Mitglied. Gegen einen dreistelligen Dollar-Betrag dürfen die sogenannten Global-Entry-Mitglieder deutlich schneller und unkomplizierter in die USA einreisen.

Die Anforderungen beim beruflichen Werdegang sind eigentlich selbsterklärend. Wer nicht klassisch angestellt ist, kann im Feld des Arbeitgebers auch andere Angaben machen wie z.B. SELF-EMPLOYED (selbstständig), STUDENT, HOMEMAKER (Hausfrau/mann), STAY AT HOME PARENT (betreuendes Elternteil).

Viele Angaben sind aber auch optional, beispielsweise die Fragen nach den Social Media-Accounts. In wie fern sich das Fehlen solcher Angaben auf die Genehmigung des Antrags auswirkt, ist nicht bekannt. Wir haben noch nie ein Problem gehabt, weil wir es nicht ausgefüllt haben.

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Als US-Adresse könnt ihr das erste Hotel eurer Reise angeben.

Bei den Reiseinformationen müsst ihr euren Aufenthaltsort in den USA angeben, wenn ihr einreisen wollt. Wer nur am Flughafen umsteigt gibt bei der Transit-Frage am Formular-Anfang „Ja“ an, alle USA-Touristen wählen hingegen „Nein“.

Als U.S.-Kontaktperson könnt ihr – wenn ihr niemanden in den USA kennt – eure erste Hotel-Adresse angeben. Das passt auch als Adresse für den Aufenthalt. Es spielt keine Rolle, wenn ihr danach weiterreist. Euer Aufenthaltsort ist grundsätzlich aber keine Pflichtadresse, wir haben sie bisher aber immer angegeben.

Der Fragenteil auf Antragsseite 4 muss wahrheitsgemäß beantwortet werden. Bei falschen Angaben kann es zu ernsthaften Problemen bei der Einreise in die USA kommen.

Es folgt die Kontrollseite, bei der ihr alles nochmal kontrollieren könnt. Dann geht’s zur Zahlung, die per Kreditkarte oder mit Paypal erfolgen kann. Wenn ihr keine Kreditkarte habt, solltet ihr das vor einer USA-Reise UNBEDINGT nachholen, auch wenn ihr beim ESTA-Antrag mit Paypal zahlen könnt.

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So sieht der Antrag nach der Zahlung aus. Sobald die Genehmigung dann durch ist, ändert sich auch der Status.

Ist die Zahlung durch, geht die Prüfung in der Regel recht schnell. Auch wenn es etwas länger dauert (keine Panik, ein paar Stunden können es schon mal sein!), solltet ihr euch nach erfolgter Zahlung auf jeden Fall eure Antragsnummer notieren.

Antrag genehmigt…und jetzt?

Von jetzt an seit ihr für die kommenden zwei Jahre berechtigt, in die USA einzureisen (das Datum kann variieren, wenn z.B. euer Reisepass vorher abläuft). Auch wenn es nicht explizit erwähnt wird, solltet ihr bei eurer Reise einen Ausdruck eures genehmigten Antrags dabei haben. Gerade an deutschen Flughäfen wird unnötigerweise schon mal danach gefragt. Es gab wohl schon Fälle, wo die Airline dem Passagier das Boarding verweigern wollten, weil er keinen Ausdruck dabei hatte (obwohl der Antrag genehmigt war). Also lieber auf Nummer sicher gehen!

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Wenn der Antrag genehmigt ist, kann es losgehen!

Bei den meisten Airlines müsst ihr vor dem Check-In zusätzlich noch einige Pass-Daten eintragen, aber ansonsten seid ihr mit dem genehmigten Antrag jetzt „good to go“!


Wie sind eure Erfahrungen mit dem ESTA-Antrag? Hattet ihr Probleme? Habt ihr weitere Anmerkungen oder Tipps? Lasst es uns gerne wissen! Wir werden den Beitrag wann immer es etwas Neues gibt aktualisieren.

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