So lief die Mallorca-Einreise im Corona-Sommer 2021 [Stand Juni/Juli]

Wir sind Ende Juni/Anfang Juli für 1,5 Wochen nach Mallorca geflogen und liefern euch einen schnellen Überblick, wie die Reise-Experience bei Ein- und Ausreise mit den Corona-Regeln war.

ACHTUNG: aufgrund der dynamische Situation ändern sich die Einreisebedingungen regelmäßig, nehmt diesen Beitrag also bitte nur als einen Erfahrungsbericht und nicht als Anleitung für eure aktuelle Reise. Checkt dazu unbedingt die immer aktuelle Seite des Auswärtigen Amtes: KLICK.

Auch wenn der Beitrage in der hochdynamischen Corona-Situation schnell zum alten Eisen gehören dürfte, hilft er vielleicht doch dem ein oder anderen sich auf eine Mallorca-Reise vorzubereiten und nimmt möglicherweise auch etwas an Angst und Zweifeln. Egal wie kompliziert die Regeln und deren Umsetzung teilweise erscheinen, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und mittlerweile gibt es gerade für Corona-Tests zahlreiche Möglichkeiten. Natürlich stellt jede Reise in Pandemie-Zeiten ein gewisses Risiko dar, aber wer vorsichtig ist und sich an die Regeln hält, kann viele Risiken von vornherein vermeiden.

Unser Test-Workflow für die Einreise nach Mallorca

Zum Zeitpunkt unseres Hinfluges war für die Einreise auf Mallorca ein negativer Corona-Test (PCR oder Antigen), eine abgeschlossene Impfung oder ein Genesungs-Nachweis nötig. Kurz darauf wurde die Testpflicht aufgehoben. Wir beschreiben daher in diesem Artikel unseren Workflow mit Test bei der Einreise. Es ist je nach Pandemie-Situation auch nicht unwahrscheinlich, dass der Test auch wieder obligatorisch wird.

In unserem Fall waren wir übervorsichtig und buchten sowohl einen Schnelltest-Termin in unserer Heimat am Abend vor dem Abflug, als auch einen weiteren am Frankfurter Flughafen (kostenpflichtig), um zu vermeiden, dass der Eifel-Test womöglich bei der Einreise für Probleme sorgt. Zahlreiche Horror-Geschichten von Passagieren, die aufgrund nicht akzeptierter Tests am Gate abgewiesen wurden, hatten uns an den Tagen vor unserer Reise etwas verunsichert. Die Lufthansa verlangte zudem einen Upload der nötigen Dokumente bis spätestens 12 Stunden vor Abflug.

Der Drive-In-Test in der Heimat verlief problemlos, wir luden das Ergebnis im Lufthansa-Portal hoch und registrierten uns bei der spanischen Spain Travel Health-Seite (eigentlich alles selbsterklärend), die strikt bei der Einreise in Spanien kontrolliert wird. Alternativ könnt ihr auch die Spain Trave Health-App im App Store oder Google Play Store runterladen. Interessanterweise lief die App-Registrierung bei Dustin (Android) problemlos, während die Apple-Version bei Tamy Probleme machte. Sie registrierte sich dann auf der Internetseite und druckte die Registrierung mit QR-Code einfach aus. Somit waren alle Vorbereitungen abgeschlossen für die Reise am kommenden Tag.

Der Ablauf am Frankfurter Flughafen

In Frankfurt ging es für uns am nächsten Morgen zum Antigen-Test ins Terminal 1 (auf den „Balkonen“ über der großen Abflugshalle), der ohne Wartezeit und ziemlich perfekt organisiert war. Das Testergebnis wurde uns wenig später per Mail mit dem nötigen QR-Code mitgeteilt.

In der Zwischenzeit hatten wir Rückmeldung von der Lufthansa bekommen, dass unsere hochgeladenen Dokumente unvollständig seien und wir uns an einem Check-In-Schalter melden sollten. Wir wurden unruhig, checkten nochmal die Einreise-Regeln für Spanien und waren uns eigentlich sicher an alles gedacht zu haben. Also erstmal zum Lufthansa-Schalter…

Die Damen am Lufthansa-Schalter staunten nicht schlecht, als wir unser Problem mit der Lufthansa-Dokumenten-Kontrolle vortrugen. Man würde schon seit Tagen nicht mehr die Dokumente kontrollieren, auch nicht am Gate. Solange wir negative Tests und die Spain Travel Health-Registrierung am Start hätten, hätten wir nichts zu befürchten. „Bei den Regeln blickt ja auch niemand mehr durch, wie sollen wir das alles kontrollieren?“, so die Mitarbeiterin. Alles klar, sehr beruhigend… wir bekamen noch sicherheitshalber die Flugtickets ausgedruckt und wurden dann zur Sicherheitsschleuse geschickt.

Der Security-Check in Frankfurt ging schnell und außergewöhnlich freundlich über die Bühne, danach ging es noch für uns in die Lounge (mehr dazu hier: Lufthansa fährt das Catering in den Lounges wieder hoch – Wir haben es in Frankfurt getestet) und anschließend zum Gate. Hier wurden tatsächlich keinerlei Dokumente kontrolliert. Im Endeffekt hätten wir den Flieger komplett ohne Corona-Test boarden können und somit auch mit einer Infektion. Vom Betreten des Flughafens bis zum Boarding des Lufthansa-Airbus mussten wir nicht einmal unser Testergebnis zeigen. Beruhigend war dieser Workflow nicht gerade, vor allem in Anbetracht der immer stärker kursierenden Delta-Variante.

Die Einreise auf Mallorca

Nach der Landung auf Mallorca sah die Lage dann etwas anders aus. Recht gut geplant wurde der riesige Strom ankommender Passagiere im Airport durch mehrere Corona-Checkpoints geleitet, bei denen die Spain Travel Health-App im Vordergrund stand. Nach dem finalen Scan des QR-Codes in der App waren wir angekommen. Ein negatives Testergebnis wollte auch hier niemand sehen.



Der Test für die Rückreise auf Mallorca

Für den Rückflug nach Deutschland mussten Passagiere erneut einen negativen PCR- oder Antigen-Test haben, der nicht älter als 48 Stunden sein durfte. Natürlich waren Geimpfte und Genesene auch hier von der Testpflicht befreit.

Der Workflow auf Mallorca selbst entpuppte sich als supereasy. Testtermine ließen sich unkompliziert auf testandfly.org in jedem größeren Ort der Insel reservieren, die Verfügbarkeit war auch am Wochenende noch problemlos gegeben. Der Kostenpunkt lag bei 30 Euro pro Person für den Antigen-Test. Nach der Online-Buchung des Tests tauchten wir zur gegebenen Zeit an der Teststation im Zentrum von Cala d’Or auf, wurden kurz auf Deutsch gebrieft, mussten bezahlen und wurden anschließend getestet. 20 Minuten später bekamen wir das Testergebnis per Mail zugeschickt mit dem nötigen QR-Code.

Neben testandfly gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, soll also an der Stellung keine Werbung sein. Bei uns tauchte der Anbieter in Google für unseren Hotelort direkt auf und der Prozess verlief so easy und unkompliziert, dass wir den Laden weiterempfehlen würden.

Da unser Rückflug mit Ryanair erfolgte, mussten wir auch hier in der App unsere Testergebnisse hochladen. Im Gegensatz zur Lufthansa wurden wir danach nicht durch eine fälschliche Unvollständigkeits-Meldung verunsichert.

Der Ablauf am Flughafen von Mallorca

Angekommen am Flughafen von Palma ging es für uns zur Koffer-Aufgabe. In der Warteschlange kontrollierten Ryanair-Mitarbeiter neben dem Boarding Pass unser Testergebnis und gaben uns anschließend einen Papierschnipsel, den wir auch nochmal beim Boarding vorzeigen mussten. Dieser bestätigte quasi den kontrollierten Corona-Test. Die Spain Travel Health-App wurde nicht nochmal gecheckt, ein deutsches Gegenpendant gibt es natürlich nicht (Deutschland und Technik passt halt nicht so gut zusammen…).

Einreise in Deutschland

Bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen wurden keinerlei Dokumente kontrolliert, auch nicht unser negativer Corona-Test.


Fazit

Waren die Regelungen für unseren Mallorca-Trip kompliziert? Eigentlich nicht, es war relativ easy alle Tests zu reservieren und sich in der Spain Travel Health-App zu registrieren. Ein bisschen Mehraufwand und Mehrkosten natürlich, aber das haben wir gerne nach neun Monaten ohne Reise in Kauf genommen. Wichtig ist nur, sich im Vorhinein wirklich gut über die AKTUELLEN Regeln zu informieren und dann alles Schritt für Schritt abzuarbeiten. Checkt dafür wie eingangs erwähnt IMMER die Seite des Auswärtigen Amtes.

Geschockt waren wir von der nicht vorhandenen Kontrolle der Lufthansa beim Abflug in Frankfurt. Wir hätten theoretisch ungetestet und sogar infiziert nach Spanien reisen können und es wäre frühestens am Flughafen Palma aufgefallen. Bis zu dem Zeitpunkt hätte man schon zahlreiche Menschen anstecken können. Generell hatten wir den Eindruck, dass die spanischen Behörden das Prozedere besser organisiert umsetzen, als die Deutschen. Die Äußerung der Lufthansa-Mitarbeiterin (“ Bei den Regeln blickt ja auch niemand mehr durch, wie sollen wir das alles kontrollieren?“) spricht da leider Bände.

Wir wollen da jetzt auch nicht explizit auf der Lufthansa rumhacken. Es ist generell ein Armutszeugnis, dass es da nach über einem Jahr Corona-Pandemie noch immer kein EU-weites einheitliches Prozedere gibt, quasi wie die spanische App nur für die ganze EU. Technisch ließe sich das eigentlich einfach umsetzen (wir leben im Jahr 2021, oder?), neben dem Boarding Pass könnte man einfach auch schnell den QR-Code in der App scannen und alles wäre so sicher wie eben möglich. Das Regel-Chaos und die daraus resultierende Überforderung von Flughafen- und Airline-Personal verunsichert nicht nur die für die Branche dringend nötigen Reisenden, sondern stellt auch ein zusätzliches Gesundheitsrisiko dar, dass so nicht sein müsste.

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