Die beste Aussicht auf’s Hollywood Zeichen!

Wer in Los Angeles unterwegs ist, will auch zum Hollywood Zeichen. Aber das ist gar nicht so einfach, denn nicht mal Google Maps weiß, wie man hinkommt…

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Jeder hätte gern ein Foto, wo er möglichst nah an den weltberühmten Buchstaben steht, aber das ist so gut wie unmöglich. Selbst das allwissende Google Maps wird euch nicht helfen und das mit Absicht! Wir verraten euch unseren Lieblings-Spot und wie ihr dorthin gelangt, um ein schönes Foto vom Hollywood-Zeichen zu bekommen.

 


Kennt ihr schon unsere anderen „Die beste Aussicht“-Artikel?

>> Die beste Aussicht auf die Golden Gate Bridge <<

>> Die beste Aussicht auf Barcelona <<


Wenn ihr in Google Maps nach dem Hollywood Zeichen sucht, leitet man euch allen Ernstes zum Griffith Observatory, welches rund 2 Kilometer entfernt ist. Warum?

Der Grund sind tatsächlich die Anwohner, die ihre Häuser unterhalb des Wahrzeichens haben und tagtäglich einer kaum vorstellbaren Touristenflut ausgesetzt sind. Da es  keinen offiziellen Aussichtspunkt auf die berühmten Buchstaben gibt, machen sich die meist mit Mietwagen bewaffneten Touristen seit jeher selbst auf die Suche und kurven zu Hunderten durch die Wohngebiete, blockieren Straßen und Parkplätze und lösen dadurch nicht selten Unfälle aus. Der Groll der Anwohner ist also zu einem gewissen Grad nachvollziehbar.

Das Problem sind eher die nicht vorhandenen Lösungen. Touristen werden mit Schildern bewusst in die Irre geführt, sogar Google Maps wurde ganz offiziell manipuliert und geholfen hat es … nun ja, nicht wirklich. Die Menschen werden weiterhin von dem ikonischen Schriftzug angezogen und daran wird sich vermutlich auch solange nichts ändern, wie er in strahlendem Weiß auf dem Berg thront. Fast schon militante Gegner haben daher auch schon gefordert, die Buchstaben doch ganz abzubauen oder auf einen anderen Berg umzusiedeln, andere schlagen eine Seilbahn vor, die Besucher vom Los Angeles Zoo zum Fuß des Hollywood-Zeichens bringt (gar nicht so eine schlechte Idee eigentlich).

Aber wie kommt man denn jetzt noch zum Zeichen hin? Zunächst mal: direkt vor das Hollywood-Sign kommt man NICHT. Das Gebiet wird polizeilich überwacht und wer sich abseits der Pfade zu einer Klettertour den Berg hinauf aufmacht, wird unter Garantie Bekanntschaft mit Polizei-Patrouillen und Hubschraubern machen. Jede Lösung ist also gewissermaßen ein Kompromiss, um mit Kamera-Zoom & Co ein möglichst nah wirkendes Foto zu bekommen.

Wir empfehlen dem N Beachwood Drive zu folgen und dabei sämtliche Schilder zu ignorieren, die  sagen: „No Hollywood Sign access“ oder „Road closed“. Da die Straße eine Sackgasse ist, stimmt letzteres zwar gewissermaßen, aber das muss euch erst mal nicht interessieren.

Irgendwann landet ihr an einem Tor oder einer Schranke, hinter der es zur Sunset Ranch geht – dieser Zugangsweg ist euer Startpunkt. Allerdings geht es hier für Autos  nicht mehr weiter. An Wochenenden sitzen hier auch schonmal Security-Männer, die die Touristenmassen verjagen sollen. Google Street View liefert den Fotobeweis:

Von hier müsst ihr euch also erstmal auf Parkplatzsuche begeben. Da es keine öffentlichen Standflächen gibt, müsst ihr euch was am Straßenrand suchen und dabei um jeden Preis sämtliche Schilder beachten. Wer falsch parkt, wird hier rigoros abgeschleppt … die Anwohner verstehen wie gesagt keinen Spaß! Unter der Woche ist die Chance deutlich besser als am überlaufenen Wochenende, also plant eure Tour zum Hollywood-Zeichen dementsprechend!

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Beispiel für eine Parkbeschränkung am N Beachwood Drive. An Wochenenden und Feiertagen darf NICHT zwischen 8:00 Uhr morgens und 6:00 abends geparkt werden.

Wenn ihr eine Parklücke gefunden habt, nehmt entsprechend Proviant mit. Der Marsch vom Zugangstor dauert ca. 40-45 Minuten ein Weg, also ist vor allem Wasser ratsam!  Folgt der Straße in Richtung der Sunset Ranch, von wo nach etwa 100 Metern auf der rechten Seite der sogenannte Hollyridge Trail abzweigt. Das ist euer Weg!

Der staubige Trail windet sich langsam in die Berglandschaft und lässt schon bald jeglichen Hollywood-Glamour vergessen. Hier kündigt sich gerade im Hochsommer schon die Mojave-Wüste an, die hinter den majestätischen Bergketten am Horizont wartet, daher auch die Wasser-Empfehlung 😉

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Noch ein ganzes Stück entfernt: das weltberühmte Hollywood-Zeichen!

Nach einigen Kurven stößt euer Trail auf den Mulholland Trail, hier biegt ihr nach links ab und wenig später am geteerten Mt Lee Drive nochmal nach links. Ein paar Minuten später solltet ihr an einigen Häusern stehen. Von hier habt ihr nicht nur eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt, sondern auch freie Sicht auf’s Hollywood-Zeichen, welches nur noch gute 400 Meter Luftlinie entfernt ist. Wer nun ein bisschen mit seinem Kamera-Zoom und der Perspektive herum experimentiert, bekommt von diesem Standpunkt sehr schöne Fotos von den großen Buchstaben, die auf dem Berg thronen.

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Weitere gute Tipps, um das Hollywood-Zeichen abzulichten hat unsere Freundin Ivy kürzlich auf ihrer Website veröffentlicht, u.a. auch eine Wegbeschreibung, die hinter die Buchstaben führt: Best Hollywood Sign Photo Spots.

 

  1. Wusstet ihr, dass der weiße Schriftzug zwischen 1923 und 1949 eigentlich HOLLYWOODLAND geheißen hat und beleuchtet war. Damals eine Marketingaktion, um das Land in dieser eigentlich öden Gegend zu verkaufen.

    Alternativ zu eurem Trip könnte ich mir auch vorstellen, dorthin eine kleine Wanderung zu machen. Vom Museum of Death wären es nur um die 5km und bei gutem Wetter – vielleicht nicht gar so heiß – eine tolle Aktion. Oder?

    Grüße, Torsten …

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    1. Hi Torsten, danke für die geschichtliche Ergänzung!
      Ich finde es ja eigentlich unglaublich, das in Zeiten von Hochhaus-großen LED-Panelen die Buchstaben schon seit vielen Jahren unbeleuchtet sind.

      Ja, wenn es nicht ganz so heiß ist, wäre das durchaus eine Idee für eine Wanderung. Wer’s ein bisschen ruhiger mag, kann auch am Griffith Observatory starten und von dort durch die wilde Bergwelt des Mount Lee wandern. Da gibt’s ein geniales Wegenetz und unglaublich tolle Aussichten auf die Stadt!

      Danke für’s Feedback! 🙂

      Gruß
      Dustin/drauflos

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      1. Gerne. Hatte ich letztens erst in einer Reportage gesehen – so geht’s manchmal! 😀

        Haaa. Jetzt wo du das so sagst, ist es wirklich ein kleines Phänomen, dass diese nicht irgendwie beleuchtet sind. Vermutlich hat sich noch nicht der passende Sponsor gefunden?!

        Denke ich mir. Schon allein der Ausblick „von oben“ auf die Stadt stelle ich mir fantastisch vor. Habe da irgendwie einen Hang dazu.

        Grüße, Torsten …

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      2. Ich meine sogar mal gelesen zu haben, dass das auch von den Bewohnern kommt, die dagegen sind, weil sie dann auch noch nachts den Touristenansturm hätten. Bin aber nicht ganz sicher…

        Okay, dann dürftest du im Griffith Park durchaus glücklich werden. Noch besser ist imo nur Mount Wilson…dazu haben wir auch was bei unseren L.A.-Routen-Vorschlägen geschrieben: https://drauflos.blog/2018/02/22/one-day-in-l-a-unsere-3-top-routen/#bergstadtmeer

        Gruß Dustin

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  2. Ist zumindest ein Argument, welches ich aus Sicht der Anwohner durchaus nachvollziehen kann. Irgendwann wird’s dann auch nervig! 😀

    Die Tour klingt super! Vor allem die von euch beschriebenen Gegensätze klingen für mich verlockend. Oder ist es doch eher die Kombination aus Gebirgswelt und Großstadt?!

    In jedem Fall ein toller Tipp … LG

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  3. Illegale und verbotene Wege empfehlen öffentlich auf einem Blog. Das würde ich mal lieber lassen. Hauptsache das Foto stimmt…

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    1. Der Weg ist weder illegal noch verboten, im Gegenteil! Wir sprechen von einem ausgewiesenen Trail, welcher in den letzten Jahren durch die Maßnahmen der Bewohner lediglich schwerer zu erreichen ist, sonst nichts! Der Beitrag soll eigentlich sogar verhindern, dass Touris ziellos durch die Wohngebiete irren und mitten auf den Straßen ihre Fotos schießen…

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  4. […] >> Die beste Aussicht auf’s Hollywood-Zeichen << […]

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