Die beste Aussicht auf die Golden Gate Bridge

Na gut, dieser Titel ist dann vielleicht doch ein kleines bisschen Clickbait, denn die rote Schönheit an der San Francisco Bay sieht einfach von allen Seiten unerhört gut aus. Daher verraten wir euch auch nicht DEN Spot, sondern gleich mehrere Punkte, von denen ihr die weltberühmte Hängebrücke perfekt ablichten könnt…

Dieser Titel ist schon fast ein kleines bisschen Clickbait, denn die rote Schönheit an der San Francisco Bay sieht einfach von allen Seiten unerhört gut aus. Daher ist es auch fast unmöglich euch DEN EINEN Spot zu präsentieren, mit dem ihr das obligatorische San Francisco-Bild quasi wie nach Handbuch abhaken könnt. Das wäre auch viel zu schade, deswegen laden wir euch ein mit uns mehrere Punkte zu entdecken, an denen ihr nicht nur tolle Fotos ergattert, sondern auch den unvergleichlichen Vibe San Franciscos einatmen könnt, ohne das Objekt der Begierde aus den Augen zu verlieren.

Ein ganz wichtiger Punkt muss direkt zu Beginn erwähnt werden und zwar das Wetter. Die San Francisco Bay ist ein Spielball zwischen feuchten Luftschichten vom Pazifik und knochentrockener Wüstenluft aus dem Inland. Hier stoßen die Elemente aufeinander, vermischen sich, brechen aus, fallen wieder in sich zusammen. Wind, Wellen, Gischt, Wolken, Nebel….viel Nebel! Wenn ihr morgens auf die Bucht schaut und die Golden Gate gar nicht in der Nebelsuppe erblicken könnt, gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder die Gute lässt sich überhaupt nicht blicken, oder der Wind bezieht sie ins faszinierende Wechselspiel der Elemente mit ein…oder es klart vollkommen auf. Man braucht also ein bisschen Glück und sollte immer das Wetter und die Brücke im Auge behalten. Auch an verhangenen Tagen kann sich plötzlich etwas tun, weswegen man spontan bleiben sollte. Wenn sie nach einem wolkigen Tag plötzlich perfekt zu sehen ist, hüpft man am besten sofort ins Auto und düst zu einem der folgenden Punkte. Wer übrigens glaubt, wir hätten die Golden Gate immer in perfekten Situationen angetroffen, täuscht sich. Unsere Bilderauswahl setzt sich zusammen aus fünf verschiedenen San Francisco-Besuchen und wir haben immer noch nicht genug von ihr!


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Eröffnet wurde das 2737 Meter lange Bauwerk im Jahr 1937 nach 4 Jahren Bauzeit. Damals war sie die längste Hängebrücke der Welt, heute rangiert sie nur noch auf Platz 14. Das ändert aber nichts an der Faszination des Golden Gate, die imposant wie eh und je das rot leuchtende Tor zur San Francisco-Bay bildet. Eigentlich sollte die Gute grau gestrichen werden, doch das Orange der Rostschutzfarbe gefiel den Einwohnern von San Francisco so gut, dass Architekt Joseph B. Strauss entschied, die Farbe beizubehalten. Gott sei Dank!


 

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Baker Beach

Baker Beach ist gar nicht mal so krass überlaufen, wenn man bedenkt, was er zu bieten hat. Er ist nicht nur ein rund 800 Meter langer Strandabschnitt an der Pazifikküste San Franciscos, sondern eben auch einer der bekanntesten Aussichtspunkte auf die Golden Gate. Im Gegensatz zu den Hauptpunkten, an denen die Reisebusse die Touristen nur so ausspucken, ist am Baker Beach aber einfach ein entspannter Strandspaziergang mit der ikonischen Brücke im Hintergrund möglich. Somit gehört er sicherlich zu den entspanntesten Punkten, um die Golden Gate zu erleben und gleichzeitig auch noch ein bisschen raue Pazifik-Atmosphäre zu genießen. Ans Baden sollten hier nur Hartgesottene denken, denn ganz unabhängig von der oft einschüchternden Brandung sind die Wassertemperaturen hier nichts für Weicheier!

Die Parksituation ist abseits der Hauptsaison in jedem Fall sehr entspannt. Es wird ein großer unbefestigter Parkplatz geboten, wo normalerweise immer ein Plätzchen frei ist.


 

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Golden Gate Overlook

Der Golden Gate Overlook bietet eine durchaus faszinierende Aussicht auf die Brücke, da man hier komplett gerade durch die Pfeiler hindurch auf die Fahrbahn schauen kann und sich so ein ganz neuer Blickwinkel erschließt. Das dürfte gerade für Fans von Langzeitbelichtung und klassische Timelapser spannend sein.

Die Parkplatzsituation war abseits der Hauptsaison völlig problemlos. Ein großer unbefestigter Platz befindet sich wenige Meter vom Aussichtspunkt entfernt.

 


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San Francisco Bay Trail

Der San Francisco Bay Trail schlängelt sich wie der Name schon sagt an der Küste der Bay entlang und ist zur Zeit noch im Bau. Wenn er fertig ist, wird er 500 Meilen lang sein und die gesamte Bucht von San Francisco umrunden. Wenn man nicht auf der Suche nach einer Jahresaufgabe ist, kann man aber natürlich auch ganz unkompliziert kleine Spaziergänge auf der Strecke zurücklegen. Gerade in San Francisco selbst kann man so genial an der Bucht der Golden Gate entgegen flanieren und die Touristen-geflutete Fisherman’s Wharf hinter sich lassen. Mit jedem Meter wird der Trubel weniger und die Umgebung authentischer. Locals treiben Sport, chillen auf den saftig grünen Wiesen und man kann mit dem echten San Francisco verschmelzen, stehts mit der unsterblichen Kulisse vor Augen. Alcatraz, Downtown, die Brücken…das alles ist omnipräsent, strahlt aber abseits des Reisebus-Terrors einen ganz anderen Vibe aus. Da macht es selbst nix, wenn das Wetter mal nicht so ganz mitspielt. Einen unserer entspanntesten San Francisco-Aufenthalte hatten wir tatsächlich in dem Jahr, wo es durchgängig bedeckt und leicht verregnet war, weil wir uns viel mehr Zeit für die Stadt und ihren ureigenen Vibe nahmen.

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Auch im angrenzenden Presidio-Distrikt blitzt die schöne Rote immer wieder durch, so dass sich auch eine spontane Erkundungstour durchaus lohnen kann.

Die Parkplatz-Situation kann je nach Betrieb tricky sein, da die angebotene Zahl recht überschaubar ist.


 

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Marin Headlands

Hier müssen wir euch warnen! Die Marin Headlands sind das Epizentrum des Touri-Armageddons an der Golden Gate-Brücke. Hier sind Reisebusse unterwegs, hier stapeln sich die Mietwagen regelrecht, hier ist die Parkplatz-Situation katastrophal. Leider müssen wir aber zugeben, dass einige der ikonischen Shots tatsächlich nur hier machbar sind. Hier wollt die Golden Gate Bridge von weit oben mit San Francisco im Hintergrund? Dann müsst ihr auf die Zähne beißen und die Marin Headlands ansteuern, es führt einfach kein Weg daran vorbei. Auf jeden Fall solltet ihr viel Zeit mitbringen, denn das Touri-Chaos und vor allem die Parkplatz-Situation sind nicht zu unterschätzen. Spontan zum Sonnenuntergang rübercruisen is nicht. Wer das Foto mit farbenfrohem Abendhimmel haben will, kommt besser früh genug, denn ihr werdet garantiert nicht die einzigen mit dieser Idee sein. Getreu dem Motto „Kommt Zeit, Kommt Parkplatz“ müsst ihr einfach geduldig sein und es wird klappen. Und wenn ihr dann euren Wunschspot gefunden habt, sind auch alle Mühen vergessen. Denn die Marin Headlands sind trotz Touri-Hölle eigentlich wunderschön und zweifellos das Holz, aus dem unzählige Postkarten geschnitzt sind. Nutzt die Zeit auf jeden Fall, um die Straßen entlang des Berghangs ausgiebig zu erkunden, denn es gibt zahlreiche spektakuläre Aussichten zu erkunden und wer sich etwas abseits der ausgetretenen Pfade bewegt (damit meinen wir nicht an den Steilhängen herum zu klettern!!!), findet sogar malerisch ruhige Bergtäler im Hinterland der Headlands. Es kann sich also durchaus lohnen, hier mehr Zeit zu verbringen. Morgens ist hier übrigens fast gar nichts los und auch dann kann die Lichtstimmung malerisch sein.

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Zur Parkplatzsituation haben wir im Text ja schon einige Worte verloren. Es ist chaotisch, Autos halten wild an der Straße, Leute laufen umher, man muss höllisch aufpassen. Auch sollte man hier darauf achten, dass keine Wertgegenstände im Auto sind, da immer mal wieder von Autodieben in diesem Bereich berichtet wird.

Wichtig zu erwähnen ist hier auch noch, dass die Überfahrt der Golden Gate stadteinwärts Geld kostet. Wollt ihr aus der Stadt raus, bezahlt ihr hingegen nichts. Infos zur Maut hat mein alter Amerika-Forum-Kollege Willy auf seiner äußerst empfehlenswerten San Francisco-Seite SanFrancisco4you.com zusammengetragen. Auch zur Golden Gate Bridge gibt es bei ihm einiges zu lesen.

 


Last but not least geben wir die Frage nach der besten Aussicht auf die Golden Gate Bridge an euch weiter. Welche Bilder gefallen euch am besten, wart ihr schon an anderen Punkten, wie sind eure Erfahrungen? Wir sind gespannt auf euer Feedback!

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