Das 1×1 des Budget-Reisens

„Wie? Schon wieder im Urlaub?“ – wir werden diese Frage wirklich unendlich oft gefragt! Hier versuchen wir darzulegen, wie wir an eine Reisebuchung herangehen, denn wir haben weder heimlich im Lotto gewonnen, noch sind wir besondere Genies. Wir nutzen lediglich viele Formen des Preisvergleichs, investieren viel Zeit in Flug- und Hotelsuche und nutzen den ein oder anderen Trick in Form von Bonus-Programmen.

„Wie? Schon wieder im Urlaub?“ – wir werden diese Frage wirklich unendlich oft gefragt! Hier versuchen wir darzulegen, wie wir an eine Reisebuchung herangehen, denn wir haben weder heimlich im Lotto gewonnen, noch sind wir besondere Genies. Wir nutzen lediglich viele Formen des Preisvergleichs, investieren viel Zeit in Flug- und Hotelsuche und nutzen den ein oder anderen Trick in Form von Bonus-Programmen.

Um beim Fliegen zu sparen, ist Flexibilität der zentrale Faktor. Wenn man nur an bestimmten Tagen oder festen Daten verreisen kann, verbaut man sich in der Regel die Chance auf wirkliche Schnäppchen. Eine feste Regel an welchen Tagen Flüge tendenziell billiger sind, lässt sich generell nicht festlegen sondern eher auf spezifische Routen begrenzen, auf denen an Werktagen oder Freitag und Sonntag verstärkt Business-Reisende unterwegs sind (und damit die Preise in die Höhe schießen). Generell verzeichnen Flugsuchmaschinen in der Mitte der Woche die günstigsten Flugpreise und am Samstag hebt man in der Regel am teuersten ab. Nirgendwo könnte das Sprichwort passender sein als beim Preis-Puzzle der Airlines: Ausnahmen bestätigen die Regel…und das immer wieder und ziemlich oft.

Fakt ist: Wer es sich zeitlich erlauben kann, etwas mit verschiedenen Reisetagen zu jonglieren sollte dies unbedingt tun und über mehrere Tage oder gar Wochen (besonders bei Langstrecken-Flügen) die Preisentwicklungen beobachten. Mehrere hundert Euro Differenz sind keine Seltenheit und lassen den entstandenen Zeitaufwand verschmerzen.

Ebenfalls nicht unwichtig: Der Abflugort spielt eine signifikante Rolle für den Preis eines Flugtickets. Die Wahrscheinlichkeit, dass der günstigste Flug zum Ziel eurer Wahl von Deutschlands größtem Flughafen Frankfurt am Main startet, ist aufgrund höherer Start-/Lande-/Standgebühren generell eher gering, wenn auch nicht unmöglich.

Düsseldorf hingegen ist da ein deutlich verlässlicherer Kandidat, aber auch der Blick nach Benelux kann lohnen. Amsterdam, Brüssel und Luxemburg sind von Standorten im Westen Deutschlands verhältnismäßig einfach zu erreichen und können oft mehrere hundert Euro Ersparnis bringen. Dem gesparten Geld steht aber natürlich die stressigere und oft weitere Anreise gegenüber.

Für Ryanair-Schnäppchen, bzw. inner-europäische Flüge sollte man sich neben Frankfurt-Hahn und Köln-Bonn auch auf Luxemburg und Brüssel konzentrieren. Oft liegen vor allem die belgischen Billigflieger -Angebote nochmal deutlich unter den deutschen Schnäppchen. Siehe dazu auch unseren Artikel zur belgischen Ryanair-Basis Brüssel-Charleroi.

Die Überlegung aus den Urlaubsflügen Kapital in Form von gesammelten Meilen zu machen ist im Schnäppchen-Sektor die Mühe meist nicht wert. Selbst die längsten Langstrecken bringen in der günstigsten Buchungsklasse lediglich einen Bruchteil der eigentlich geflogenen Meilen. Wenn man sowieso schon Teil eines Vielflieger-Programms ist, kann das aber durchaus auch ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Flüge sein. Ein deutlicher Mehrpreis für einen solchen Flug, nur um in der günstigsten Buchungsklasse einige tausend Meilen einzusacken, lohnt aber meist nicht. Ganz anders sieht das natürlich aus, wenn man sich intensiver mit den Programmen beschäftigt und mit Payback & Co auch vom Boden aus sammelt, was insbesondere bei Miles & More problemlos möglich ist.

Zu guter Letzt hilft Flexibilität natürlich auch bei der Wahl des Urlaubsziels. Wenn man aus einer Liste von Wunsch-Destinationen wählen kann und die Buchungs-Entscheidung dann mit den günstigsten Flügen gefällt wird, reist man bedeutend günstiger, als wenn es auf Biegen und Brechen ein bestimmtes Ziel sein muss, dass gerade nur sehr hochpreisig angeflogen wird.

In den vergangenen Monaten haben wir gleich mehrfach unser anvisiertes Ziel zugunsten einer günstigeren Alternative verworfen. Aus dem Plan ins griechische Luxus-Paradies Santorini zu fliegen wurde aufgrund teurer Flugpreise deutlich jenseits der 100 Euro nichts, doch dann entdeckten wir Zypern-Round-Trip-Flüge für 39,99 Euro.
Im Mai wollten wir nach London, doch auch das war zum angepeilten Reisezeitpunkt zu teuer. Unsere Alternative wurde schließlich Barcelona zu deutlich günstigeren Konditionen und im Nachhinein auch dem deutlich besseren Wetter. Für unseren großen Trip 2017 hatten wir mehrere Ziele im Auge….von Thailand über Südafrika bis hin zu Panama. Im Endeffekt wurde es dann Mexiko, welches wir dank eines günstigen Gabelfluges sogar mit einem zusätzlichen US-Aufenthalt verknüpfen konnten.


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Im Bezug auf Bonus-Leistungen ist die Hotelbuchung übrigens deutlich interessanter als die Flugbuchung. Hier konzentrieren wir uns in der Regel immer auf drei Plattformen, um somit IMMER einen Bonuswert zur bloßen Hotelbuchung dazubekommen:

  • Hotels.com als Expedia-Partner, die ihren Kunden nach 10 gebuchten Übernachtungen eine Gratis-Übernachtung versprechen (im Wert des durchschnittlichen Übernachtungs-Preises der 10 Übernachtungen). Gerade nach einem Road Trip in den USA hat man diese Anzahl meist schnell zusammen und hat eine Gratis-Übernachtung ohne wirklich mehr bezahlt zu haben.
    Mehr dazu könnt ihr in unserem Artikel „Wie wir dank Hotels.com Rewards regelmäßig gratis übernachten“ nachlesen!

  • Expedia bietet zwar keine Gratis-Übernachtung, dafür aber Payback-Punkte und das oft auch in Kombination mit entsprechenden Coupons, die das mehrfache der entsprechenden Punkte einbringen. Warum ist das cool? Weil man Payback-Punkte 1 zu 1 in Lufthansa -Meilen umwandeln kann und so ohne Aufpreis Meilen für kommende Trips sammeln kann….und das ohne zu fliegen und ohne eine zusätzliche Ausgabe.

  • Miles & More Hotels lockt als offizielles Hotelbuchungs-Portal vom Lufthansa Vielflieger-Programm Miles & More natürlich mit….Premium-Meilen! Wer also Meilen sammelt (und das sollte man als Reise-interessierter Mensch unbedingt tun), kann schon mit nur einer Übernachtung über 1000 Meilen auf sein Meilenkonto dazu packen, je nach Preiskategorie des gebuchten Hotels auch noch deutlich mehr. Oft gibt es auch Promo-Aktionen, bei denen bei Buchungen im jeweiligen Zeitraum nochmal zusätzliche Bonus-Meilen angeboten werden. Natürlich sollte man auch hier entsprechend abwägen: wiegt der Meilen-Bonus einen gewissen Aufpreis gegenüber anderen Hotelbuchungs-Seiten auf oder lässt man sich zu sehr von den Vielflieger-Geschenken blenden?


 

20160921_192233Bei der Mietwagen-Buchung gehen wir hingegen recht konservativ vor. In der Regel führt für uns kein Weg an billigermietwagen.de vorbei, da wir in zahlreichen Versuchen dort immer den besten Preis für den jeweiligen Trip gefunden haben. Auch bei der Buchung des Mietwagens lohnt der Preisvergleich, denn immer wieder starten bspw. mit einem neuen Monat Sales von einzelnen Anbietern. So konnten wir letztes Jahr einen SUV beim US-Referenz-Verleiher ALAMO für rund 460 Euro buchen, der außerhalb des Sales über 200 Euro mehr gekostet hätte.

Grundsätzlich sollte man nicht bei jeder Firma buchen und wenn es die Möglichkeit gibt bei einer renommierten Firma zuzuschlagen, sollte man diese auch für einen kleinen Aufpreis komplett unbekannten Anbietern vorziehen.

Wichtig auch: Ein Kreuz bei „ohne Selbstbeteiligung / Erstattung d. Selbstbeteiligung“, wodurch ihr im Schadensfall in jedem Fall entschädigt werdet. Ideal ist natürlich komplett „ohne Selbstbeteiligung“, wofür aber viele Autovermieter vor Ort nochmal einen saftigen Aufpreis ziehen. Stattdessen gibt es immer öfter die Erstattung der Selbstbeteiligung, was bedeutet, dass ihr im Falle eines Unfalls erstmal zahlen müsst und den Betrag dann von der deutschen Vermieter-Agentur wieder erstattet bekommt.

Empfehlenswert sind darüberhinaus auch der integrierte „Glas/Reifenschutz“ und im Ideafall auch noch der Unterbodenschutz, sowie eine Mietwagen-Station im Terminal. Niemand kommt nach einem langen Flug gerne am Flughafen an, nur um festzustellen, dass die Autovermietung irgendwo mitten in der Stadt ist.

  1. […] dazu könnt ihr euch auch gerne mal unser ständig aktualisiertes 1×1 des Low Budget-Reisens […]

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  2. […] Mal haben wir dank Hotels.com-Gratisübernachtung (siehe dazu die Hotel-Rubrik bei unserem großen 1×1 des Budget Reisens) im nicht ganz billigen Capitol Reef Resort übernachtet (günstiger geht’s im ebenfalls ganz […]

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