Verrückt nach dem Wilden Westen – Das sind unsere Top 3 US-Nationalparks

Wenn man uns fragt, warum es uns immer wieder in die USA zieht, liegt das nicht an den Städten, der Popkultur und dem verrückten Essen. Sicher, das alles trägt auch mit zu der Faszination bei, die uns immer wieder in dieses weitläufige, abwechslungsreiche und auch ziemlich gegensätzliche Land lockt. Aber die größte Faszination geht von der unberührten Natur aus, die wir in den USA in einer schieren Endlosigkeit und Vielfalt entdecken können wie wir es von Europa allein schon aufgrund der Größe gar nicht kennen. Am imposantesten ist die US-Natur natürlich in den Nationalparks, von denen es 62 im Land gibt. 17 davon haben wir mittlerweile besucht. Da wäre es doch langsam an der Zeit, für die ein oder andere Empfehlung, oder?

Den Grand Canyon kennt safe so ziemlich jeder, vom Yosemite National Park und dem Yellowstone haben auch schon viele zumindest mal was gehört. Welche absurde Menge an unberührten Naturwundern es aber letztendlich wirklich in den USA gibt, entdeckt man erst mit einem aufmerksamen Blick auf die Landkarte. In der enormen Weite verstecken sich geradezu magische Orte noch und nöcher und da die USA so riesig groß ist, ist es dort scheinbar deutlich einfacher solche Orte von der Zivilisation zu trennen. Während also Nationalparks in Europa häufig von Dörfern, Infrastruktur und sogar Landwirtschaft durchzogen sein können, sieht das in den USA anders aus. Wo National Park draufsteht, ist in der Regel auch ursprüngliche Natur drin

Klar gibt es den Tourismus, der diese Parks durch die Parkgebühren nicht nur am Leben hält, sondern sie oft auch ein wenig zu Tode liebt. Wenn die Reisebusse an Aussichtspunkten Schlange stehen und im Fließband-Takt lärmende Reisegruppen ausspucken, die nach kurzer Fotosession wieder wuselnd im klimatisierten Gefährt verschwinden, verliert selbst die beeindruckendste Kulisse ihre Wirkung. Zum Glück sind nicht alle National Parks derart überlaufen und oft reicht es selbst bei den großen Publikumslieblingen schon, nur ein bisschen ab vom Schuss unterwegs zu sein, um die überwältigende Natur ganz für sich zu haben. Versteht uns da aber nicht falsch: bleibt bitte auf den ausgeschilderten Routen und lauft nicht einfach querfeldein. Die ungezähmte Natur ist nicht nur fragil, sondern kann auch sehr gefährlich sein. Jedes Jahr sterben Menschen in den US Nationalparks, weil sie sich nicht an die Regeln halten und unvorsichtig unterwegs sind.

Bevor ihr euch in die National Parks stürzt, macht es meist Sinn zunächst das Visitor Center anzusteuern, um euch nicht nur ein wenig über den Park als solches zu informieren, sondern auch auf mögliche Gefahren aufmerksam zu werden. Das kann von widrigen Straßenverhältnissen, über Wetterwarnungen bis hin zu gefährlichen Tierbegegnungen alles sein.

62 Nationalparks habt ihr in den USA zur Auswahl, alle kosten in der Regel Eintritt. Sobald ihr mehr als zwei Parks auf eurer Route einplant, lohnt sich normalerweise der Annual Pass (sowohl online erhältlich, als auch direkt in den Parks). Der bietet euch für 80 Dollar (pro Auto) Eintritt in so ziemlich alle National Parks und National Monuments und das für ein ganzes Jahr. Letzteres ist natürlich für die meisten US-Reisenden eher uninteressant, aber wer wie wir beispielsweise auch mal zwei Trips in einem Jahr macht (bspw. 1x Florida und 1x Westküste) profitiert natürlich nochmal deutlich mehr. Die Rückseite bietet darüberhinaus Platz für zwei Unterschriften, was heißt, dass ihr euch den Pass theoretisch mit jemandem teilen könnt. Aber wie gesagt, bei Parkeintrittspreisen von bis zu 30 Dollar lohnt sich der Annual Pass schon bei mehr als zwei eingeplanten Parks / National Monuments.

17 der 62 National Parks der USA haben wir bisher besucht, viele davon auch mehrfach und auf diese bezieht sich natürlich auch unsere Top 3. Wir brauchen nicht zu betonen, dass das nur eine Momentaufnahme ist, die natürlich jeder anders sehen kann, wir erheben hier auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit ;). Es ist auch durchaus möglich, dass sich in Zukunft da nochmal was ändert, auch wenn wir unsere ganz großen Must-Haves eigentlich abgehakt haben. Aber genau die ganz Großen sind oft aufgrund des Touristen-Ansturms gar nicht die, die am längsten im Gedächtnis bleiben.


Platz 3: Canyonlands National Park

Über unsere Abenteuer in den Canyonlands haben wir bereits in mehreren Artikeln geschrieben, weswegen es wohl wenig verwunderlich ist, dass das Wild West Wonderland in unserer Top-Liste auftaucht. An der Stelle, wo Colorado River und Green River zusammenfließen, wirft der US Südwesten scheinbar alle Superlativen in einen Topf und entfacht Canyon-Panoramen von unfassbaren Ausmaßen.

Dreimal waren wir bisher im Canyonlands National Park im östlichen Utah unterwegs und wir haben noch lange nicht alles gesehen. Mit einem Blick auf die Dimensionen wird das auch recht schnell deutlich. Mit 1366 Quadratkilometern sind die Canyonlands halb so groß wie das gesamte Saarland. Dabei unterteilt sich das Schluchten-Labyrinth in drei sogenannte Districts: Island in the Sky, The Needles und The Maze.

Der Island in the Sky-Distrikt ist auf der Hochebene über dem Zusammenfluss von Colorado River und Green River am einfachsten zugänglich und durch eine gute Straße mit zahlreichen Aussichtspunkte geradezu perfekt erschlossen. Gerade letztere sind das Key-Feature des Island in the Sky-Distrikt, welcher majestätisch fast 660 Meter hoch über den wilden Flussläufen thront. Diese schwindelerregende Höhe teilt sich aber eigentlich in zwei Etappen auf, denn von den View Points geht es erstmal rund 300 Meter senkrecht bis zur Ebene des White Rims hinab. Hinter dieser markanten weißen Sandsteinabbruchkante geht es dann nochmal rund 360 Meter hinab zu den Flussläufen. Es versteht sich von selbst, dass die Weitsicht von so weit oben nicht von dieser Welt ist. Im Gegensatz zum Grand Canyon wartet ihr kein gegenüber liegender Rand, sondern das Canyon-Labyrinth zieht sich scheinbar ins Unendliche.

Bekanntester Spot dürfte der Mesa Arch sein, der gerade zum Sonnenaufgang ein legendärer Spot für Fotografen ist. Entsprechend überlaufen ist der Punkt um den an der Abbruchkante hängenden Felsbogen auch und hat uns eher abgeschreckt als fasziniert.

Neben dem Abklappern von immer neuen Aussichtspunkten bieten sich vom Island in the Sky-Distrikt gleich mehrere spannende Dirt Road-Etappen an. Wir haben im Rahmen unserer Dirt-Road-Top-3 die äußerst empfehlenswerte, aber auch nicht ganz harmlose Shafer Trail & Potash Road-Etappe vorgestellt. Wer es härter mag, kann sich aber auch auf noch deutlich abgelegeneren Dirt Roads austoben. Die 70 Meilen lange White Rim-Road, die der Sandsteinabbruchkante folgt, ist da nur ein spektakuläres Beispiel.

Den etwas schwerer zugänglichen Needles-Distrikt und den weit abgelegenen The Maze-Distrikt haben wir bisher noch nicht erkundet. Mit etwas mehr Zeit gibt es gerade im Needles-Bereich neben zahlreichen spannenden Felsformationen einiges zu entdecken. Oft sind die Point of Interests aber deutlich schlechter erschlossen als im Island in the Sky-Distrikt. Auch längere, durchaus anspruchsvolle Wanderungen sind oft nötig, um zu spannenden Bereichen wie etwa dem Aussichtspunkt über dem Zusammenfluss von Colorado River und Green River zu kommen.

Wenn ihr also wenig Zeit zur Verfügung habt, konzentriert euch auf den kompakten Island in the Sky-Distrikt. Wer mehr Zeit hat, kann deutlich tiefer in dieses magische Labyrinth eintauchen, vom Aussichtspunkt-Touri über Off-Road-Spezialisten bis hin zum Hiking-Profi ist hier eigentlich für jeden was dabei. Außerdem gibt es in der Umgebung auch noch so einiges zu entdecken. Wir empfehlen dazu unseren Artikel: Two and a half Parks – Wild West Wonderland Moab.

Übernachtungsempfehlung?

Moab ist der Gateway nicht nur in die Canyonlands, sondern auch in den Arches National Park. Mit der zentralen Lage kommt nicht nur die touristische Infrastruktur, sondern auch entsprechende Preise. In Moab haben wir selten für unter 100 Euro/Nacht übernachtet.

Günstiger geht es im etwa eine Autostunde entfernten Green River nördlich von Moab. Direkt an der Interstate 70 ist das ein klassischer Truck Stop ohne große Annehmlichkeiten. Wer es einfach und günstig mag, kann hier aber definitiv bares Geld sparen.


Platz 2: Bryce Canyon National Park

Der Bryce Canyon ist so ein bisschen Tamy’s Baby und liegt von den hier vorgestellten Kandidaten definitiv am nächsten an den klassischen Südwest-Routen dran beziehungsweise ist unheimlich oft sowieso schon Teil einer solchen Runde. Mit einer Fläche von 145 Quadratkilometern ist er zudem deutlich übersichtlicher und auf auch für kurze Stopps zugänglicher als viele andere Riesenparks. Das tut dem Erlebnis aber keinen Abdruck. Es ist vielleicht sogar eines der faszinierendsten Erlebnisse im Südwesten, in dieses fast außerirdisch wirkende Felslabyrinth hinein zu wandern.

Bryce Canyon National Park liegt knappe vier Autostunden von Las Vegas entfernt und befindet sich damit noch in recht angenehmer Road Trip-Entfernung einer klassischen Südwest-Route. Während es im Wüsten-ähnlichen Klima rundherum nicht selten 40 Grad und mehr hat, bietet der Bryce Canyon auf 2400-2700 Höhenmetern auch im Hochsommer angenehme Abkühlung. Wer nicht in den Sommermonaten hierher reist, sollte warme Kleidung im Gepäck haben, auch wenn es im Umland noch angenehm warm ist. In der kälteren Jahreshälfte müsst ihr hier auf jeden Fall mit Schneefällen rechnen.

Ob mit Schnee oder im Sommer: Der Bryce Canyon ist eigentlich immer einen Besuch wert. Auch mit einem strammen Zeitplan bekommt man auf dem Hochplateau mit zahlreichen Aussichtspunkten schon einiges geboten. Von hoch oben blickt man auf ein Meer der sogeannten Hoodoos, die sich in kleinen „Amphittheatern“ zu tausenden an der Abbruchkante des Plateaus versammelt haben. Die in warmen Orange- und Rot-Tönen leuchtenden Felstsäulen sind das Key-Feature des Bryce Canyons, der sich auch ansonsten in eine wunderschöne Wild-West-Landschaft eingliedert. Mit wenig Zeit kann man perfekt an der Abbruchkante oberhalb des Hoodoo-Meers entlang spazieren. Hat man etwas mehr Luft, kann man sich auf verschiedenen Hikes in die Tiefe des Hangs hinab begeben.

Das ist unbedingt empfehlenswert, denn erst, wenn man sich von dem ausufernden Panorama löst, beginnt man dieses Fels-Wunderwerk so richtig zu verstehen. Wir haben uns bereits zweimal für den rund 4 Kilometer langen Navajo Loop entschieden, der problemlos in 2 Stunden (inklusive Pausen) machbar ist und schon nach den ersten Metern völlig aus den Socken haut. Aus den so filigran erscheinenden Felsnadeln werden mit jedem Meter in die Tiefe immer gigantischere Säulen, die bis zu 60 Meter in die Höhe ragen und dabei in Bodennähe beachtliche Ausmaße annehmen. Man fühlt sich, als werde man auf dem Weg nach unten geschrumpft. Der Navajo Loop führt mit zahlreichen Spitzkehren in dieses Labyrinth hinab, welches sich weiter unten zunehmend zu einem kleinen grünen Paradies wandelt, das von oben so gar nicht ersichtlich war. Eine wahre Offenbarung.

Wer den Park noch weiter erkunden will, kann natürlich weitere Hikes ausprobieren oder die Parkstraße (kein Rundweg!) 17 Meilen bis zum Rainbow Point fahren, der mit 2775 Metern der höchste Aussichtspunkt im Park ist und eine grandiose Weitsicht auf die gesamte Umgebung bietet. Hier bekommt man auch ansatzweise ein Gespür dafür, wie der Bryce Canyon in diesem epochalen Schachspiel aus Gesteinsplatten, Erosion, Wind und Eis entstanden ist.

Von hier aus lohnt es sich übrigens unbedingt noch weiter nach Osten zu fahren! Lest dazu gerne unsere beiden Road Reports zum Utah Scenic Byway 12 / 24 Part I und Part II.

Übernachtungsempfehlung?

Übernachten direkt am oder im Park ist im Bryce Canyon National Park recht teuer. In der näheren Umgebung (10 bis 20 Kilometer) gibt es aber gleich mehrere Orte, in denen sich die üblichen Hotelketten niedergelassen haben. Die Preise sind angezogen, aber noch bezahlbar.

Wir haben dabei sowohl Tropic, als auch Panguitch ausprobiert und sind beide Male ganz okay gefahren. So richtig überragend war bisher aber noch keine Unterkunft am Bryce Canyon, aber man fährt ja auch nicht zu den entlegenen Naturwundern Utahs wegen der Luxushotels.


Platz 1: Yellowstone National Park

Unser erster gemeinsamer US-Road Trip im Jahr 2014 führte zum weit entlegenen Yellowstone National Park, der zwischen den US-Staaten Idaho, Montana und Wyoming liegt und mit seiner Gründung am 1. März 1872 der älteste Nationalpark der Welt ist. Dafür nahmen wir einen Umweg von mehreren tausend Kilometern in Kauf und fuhren eine Monster-Etappe von fast 10 Stunden an nur einem Tag. Die Top-Position in unserer Top 3 verrät euch wohl schon, dass sich der Aufwand gelohnt hat…

Keine Frage, die Anreise in den Norden der USA war anstrengend und Kräfte-zehrend, aber schon die ersten Meilen im Park vom West-Eingang kommend ließen alle Strapazen vergessen. Führte die Parkstraße zu Beginn noch durch dichten Wald, ging es kurz darauf in ein breites Tal mit weiten Wiesen und einem unberührten Fluss. Schon am ersten oder zweiten Parkplatz mussten wir anhalten, denn am anderen Flussufer weidete eine große Büffelherde.

Die beeindruckenden Wildrinder, die korrekt eigentlich Amerikanisches Bison heißen, kannten wir bis zu dem Zeitpunkt nur aus Dokumentationen und Western-Filmen. Im Yellowstone National Park konnten wir sie schon in den ersten Minuten in freier Wildbahn erleben und uns kaum von diesem Anblick loseisen. Vor Ankunft der europäischen Siedler sollen mal 30 Millionen Bisons auf dem nordamerikanischen Kontinent gelebt haben. Zur Gründung des Yellowstone Nationalparks im Jahr 1872 waren es nur noch einige tausend. Durch die Gründung des gigantischen Rückzugsgebiet konnte sich der Bestand wieder geringfügig erholen. Mittlerweile leben wieder rund 30.000 Amerikanische Bisons in den nordamerikanischen Prärien und Wäldern, die Rasse wird aber immer noch als „potenziell gefährdet“ eingestuft.

Potenziell gefährdet ist aber übrigens der gesamte Yellowstone Nationalpark, denn sein eigentliches Feature ist das, was sich unter der Erdoberfläche befindet. In rund acht Kilometern Tiefe beginnt die größte Magmakammer auf dem amerikanischen Kontinent, die für die zahlreichen vulkanische Phänomene im Park sorgt. Forscher wussten lange Zeit nicht, wo genau der Vulkan war, der die ganze Region in Atem hält. In den 1970er Jahren machte der US-Forscher Robert Christiansen dann schließlich die entsprechende Entdeckung…. auf Satellitenbildern der Nasa.

Die Caldera, also gewissermaßen der Kraterrand des Vulkankessels, ist mit 6500 Quadratkilometern so groß, dass man sie nur aus dem All als Vulkan ausmachen kann. Das klassifiziert Yellowstone als einen der größten Supervulkane der Erde und könnte bei einem Ausbruch für eine globale Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes sorgen. Wenn ein Supervulkan explodiert, ist der Knall weltweit zu hören. Der nordamerikanische Kontinent würde in einer 700° Celsius heißen Glutlawine verbrennen, in mindestens 20 US-Bundesstaaten würde es Ascheflocken schneien…wochenlang. Weltweit würde die Durchschnittstemperatur um 15 Grad sinken, der Himmel wäre durch Aschepartikel wochenlang verdunkelt, Ernten würden ausbleiben, ein Großteil der Menschheit würde verhungern. Rund alle 600.000 Jahre bricht dieses Inferno hier statistisch gesehen los, der letzte Ausbruch war vor rund 640.000 Jahren. Yellowstone ist also überfällig.

Die Gefahr liefert aber auch den eigentlichen Hauptdarsteller des Parks, denn die idyllische Gebirgswelt des Yellowstone National Parks brodelt, zischt und blubbert an allen Ecken und Enden. Vom Old Faithful Geysir, der alle 90 Minuten eine Wasserfontäne von 32 bis 56 Metern aus der Erde katapultiert, über die magisch-dampfenden Farbspiele des Grand Prismatic Spring bis hin zu ganzen Tal-Ebenen voll vulkanischen Lebens. Yellowstone versprüht eine kaum in Worte zu fassende Magie, wirkt vertraut und gleichzeitig regelrecht außerirdisch, beruhigend und gleichzeitig brandgefährlich. Dabei ist der Park so abwechslungsreich wie kein anderer, denn neben vulkanischem Leben und fantastischen Wildlife-Beobachtungsmöglichkeiten gibt’s auch noch wunderschöne Rocky Mountains-Gebirgslandschaften (höchster Gipfel immerhin 3462 Meter) und nicht zuletzt den berühmten Yellowstone Canyon mit seinen beeindruckenden Wasserfällen.

An den meisten Sehenswürdigkeiten kommt man vorbei, wenn man die 230 Kilometer lange Loop Road abfährt, ja, richtig gehört…230 Kilometer. Ihr könnt euch also vorstellen, dass man diesen Park nicht an einem Nachmittag durch hat!

Diese enorme Vielseitigkeit fordert auch ihren Zeit-Tribut. Wir hatten bei unserem Besuch lediglich zwei Tage für den Yellowstone National Park, was viiiel zu wenig war, aber immerhin gereicht hat, dass wir uns hoffnungslos in diese zischende und blubbernde Wunderwelt verliebt haben. Im Nachhinein sind wir auch froh, den irren Trip nach Wyoming auf uns genommen zu haben, aber wiederkommen müssen wir unbedingt nochmal und dann mit mehr Zeit im Gepäck! Denn so viel unfassbar schöne, wilde und ungezähmte Natur zusammen mit fast zum Greifen nahen Wildlife (don’t do it!) und dem spannenden Vulkan-Bonus haben wir bisher in einem anderen National Park entdecken können. Yellowstone ist wirklich pure Magie und alle Mühen (umständliche Anreise..) wert! Lasst euch nicht von der abgelegenen Position entmutigen und baut ihn in eure Route ein, ihr werdet es nicht bereuen!

Übernachtungsempfehlung?

Übernachten direkt am oder im Park ist teuer, zudem ist Yellowstone mit fast 9000 Quadratkilometern einer der größtem National Parks der USA und damit halb so groß wie das Bundesland Hessen. Es gibt also mehrere Zufahrten mit unterschiedlichen Infrastruktur-Angeboten.

Da unser Yellowstone-Trip im Jahr 2014 unser allererster gemeinsamer US Road Trip war, mussten wir ziemlich auf’s Budget schauen und haben uns daher zu einer Übernachtung in Idaho Falls entschieden. Das ist rund 100 Meilen vom Parkeingang entfernt und wir hatten dementsprechend an unseren 2 Tagen in der Region eine heftig weite Anreise (gute 1,5 Stunden pro Weg). Dafür waren die Hotelkosten nur 1/3 von dem, was wir in Parknähe (von „im Park“ ganz zu schweigen) bezahlt hätten.

Eine wirklich aktuelle Empfehlung können wir angesichts der sechs Jahre, die der Trip zurückliegt, da nicht mehr raushauen. Angesichts der allgemeinen Preisentwicklung in den USA kann man aber mit großer Sicherheit sagen. dass es vermutlich nicht günstiger geworden ist, am Yellowstone National Park zu übernachten.



Was auch immer man von den USA hält, die Natur ist atemberaubend und für Europäer aufgrund der endlosen Weite kau angemessen in Worte zu fassen. Das Freiheitsgefühl, an einem Abgrund zu stehen, von wo aus sich pure, kompromisslose Wildnis ohne Zivilisation, Straßen, Feldwege bis zum Horizont erstreckt, können wir auf unserem dicht besiedelten Kontinent eigentlich erst verstehen, wenn wir es mit eigenen Augen gesehen haben. Unsere Top 3 zeigen nur einen ganz kleinen Ausschnitt der unglaublichen Landschaften in dem polarisierenden Land. In Zukunft wird da definitiv auch noch mehr kommen. Lasst uns gerne wissen, welche Parks euch da besonders interessieren!

Welcher National Park ist euer Highlight? Habt ihr Geheimtipps? Was haben wir vergessen? Oder wenn ihr noch nie einem US-National Park wart: Habt ihr Lust bekommen? Welcher Park hat es jetzt auf eure Liste geschafft?

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